Über mich – Julia Tenschert
Vor mehr als 15 Jahren begann ich, mich intensiv mit der Gesundheit und Gesunderhaltung von Pferden zu beschäftigen.
Die Ausbildung in Akupunktmassage nach Penzel am Pferd weckte mein Interesse an der Körpertherapie und war der Einstieg in einen Bereich, der mich bis heute begleitet.
Als fachliche Basis folgte meine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM Akademie. Mit der Pferdekinesiologie und dem Fütterungsexperten bei Dr. Christina Fritz kamen weitere wichtige Bausteine hinzu.
Vieles ist seitdem dazugekommen und hat meine Arbeit weiter geprägt, fachlich, aber vor allem auch durch die vielen unterschiedlichen Pferde, die ich in all den Jahren begleiten durfte.
Fachwissen und Erfahrung bilden die Grundlage meiner Arbeit, aber sie ersetzen nicht den Blick für das einzelne Pferd.
Heute weiß ich, dass es nicht den einen Weg gibt, der für jedes Pferd funktioniert. Jedes Pferd bringt seinen eigenen Körper mit, seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen und vor allem sein eigenes Tempo.
Mir ist wichtig, nicht nur den Körper vor mir zu sehen, sondern das Pferd in seinem ganzen Lebensumfeld. Dazu gehören für mich neben Faktoren wie Ernährung, Haltung und Training auch seine Geschichte und die Menschen und Pferde an seiner Seite.
In all den Jahren habe ich immer wieder erlebt, dass wir Körper und Emotionen nicht getrennt voneinander betrachten können. Ein Pferd kann körperlich auf das reagieren, was es erlebt, genauso wie körperliches Unwohlsein beeinflusst, wie es sich fühlt und verhält. Gerade Pferde, die über lange Zeit unter Stress stehen oder belastende Erfahrungen gemacht haben, zeigen mir immer wieder, wie eng diese Verbindung sein kann.
Das hat auch meine Art zu behandeln verändert. Für mich findet eine Behandlung nicht einfach am Pferd statt. Sie findet mit dem Pferd statt. Seine Reaktionen und Grenzen gehören für mich genauso dazu wie das, was ich mit meinem Wissen und meiner Erfahrung einbringe.
Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Körperarbeit, Stoffwechseltherapie und Fütterung. Für mich sind das keine voneinander losgelösten Bereiche. Je nach Pferd können ganz unterschiedliche Zusammenhänge eine Rolle spielen. Genau das macht meine Arbeit auch nach all den Jahren immer noch spannend.
Auch Holistic Pulsing ist über die Jahre zu einem besonderen Teil meiner Arbeit geworden. Die ursprünglich am Menschen erlernte Methode habe ich vor fast zehn Jahren auf die Arbeit mit Pferden übertragen und für sie weiterentwickelt. Heute gebe ich dieses Wissen auch in meinen Workshops weiter.
Ich verstehe meine Beratung und therapeutische Arbeit als Impuls und Begleitung. Ich kann etwas anstoßen und unterstützen, aber nachhaltige Veränderung entsteht nicht allein durch das, was ich tue. Der Mensch an der Seite des Pferdes spielt dabei eine wichtige Rolle.
Ich möchte keine Abhängigkeiten schaffen, sondern möglichst viel von meinem Wissen weitergeben. Mir ist wichtig, Zusammenhänge verständlich zu machen und ganz praktisches Wissen für das eigene Pferd mitzugeben. Der Pferdebesitzer soll dabei nicht zum Zuschauer werden, sondern selbst wissen, was er tun kann, und sich zutrauen, Verantwortung für sein Pferd zu übernehmen.
Denn ich glaube, dass wir unseren Pferden selbst viel mehr geben können, als wir uns manchmal zutrauen. Je besser wir unser Pferd kennen, je mehr wir lernen hinzusehen und Zusammenhänge zu verstehen, desto sicherer werden wir auch darin, selbst etwas zu tun und zu erkennen, wann wir Unterstützung von außen brauchen.
Genau so habe ich es auch mit meinen eigenen Pferden gehalten. Ich habe mir Wissen und Unterstützung von außen geholt, aber daraus immer meinen eigenen Weg entwickelt. Vielleicht ist mir auch deshalb bis heute so wichtig, mein Wissen nicht einfach anzuwenden, sondern es weiterzugeben.
Gesundheit ist mehr als ein gesunder Körper.
Die Grundlage dafür ist, das Pferd immer als Ganzes zu sehen.









